Studien berichten, dass Melanotan II ein nicht-selektiver Voll-Agonist aller vier Melanocortin-Rezeptoren (MC1R / MC3R / MC4R / MC5R) im niedrig-nanomolaren EC₅₀-Bereich ist; die zentrale strukturelle Innovation gegenüber endogenem α-MSH ist der 23-gliedrige Asp⁵–Lys¹⁰-Lactam-Ring, kombiniert mit der D-Phe⁷-Stereoinversion und der N-Acetyl-Nle⁴-Substitution (Al-Obeidi/Hadley/Hruby 1989, PMID 2555512). Die Nicht-Selektivität ist die mechanistische Wurzel des breiten Off-Target-Profils — Hyperpigmentierung, spontane Erektionen, Appetitsuppression und Yawn-Stretch-Syndrom koexistieren bei jeder pharmakologisch aktiven Exposition.
Studien berichten in In-vitro-Untersuchungen an klonierten humanen Melanocortin-Rezeptoren EC₅₀-Werte im niedrig-nanomolaren Bereich für MT-II an MC1R, MC3R, MC4R und MC5R, jeweils mit Voll-Agonismus (Hadley 1998 Review). Rezeptor-Aktivierung erhöht intrazelluläres cAMP über Gαs, stimuliert PKA und treibt an MC1R die MITF-abhängige Transkription melanogener Enzyme an. An MC4R wird die zentrale Aktivierung im paraventrikulären Nucleus mit Freisetzung von Oxytocin und Dopamin in pro-erektiven und pro-sexuellen Schaltkreisen in Verbindung gebracht — der Mechanismus, den PT-141 / Bremelanotid übernommen hat. Anders als bei PT-141 (MC4R-präferenziell, weniger MC1R-Aktivierung — daher weniger Hyperpigmentierung als Off-Target) und anders als bei Afamelanotid (MC1R-präferenziell, lineares 13-Residuen-Analogon — gezielt für Photoprotektion) trifft MT-II alle vier Rezeptoren mit vergleichbarer Affinität. Diese Nicht-Selektivität ist die mechanistische Wurzel der breiten Off-Target-Last: Hyperpigmentierung, unsolicited Erektionen, Appetitsuppression und Yawn-Stretch koexistieren bei jeder therapeutisch wirksamen Exposition. Die Plasma-Halbwertszeit nach subkutaner Verabreichung beträgt nach publizierten Berichten unter einer Stunde, der biologische Fußabdruck ist jedoch verlängert, weil die Lactam-Constraint Proteolyse widersteht und MITF-getriebene Pigmentveränderungen über Wochen nach einer Einzeldosis bestehen bleiben (Hadley 1989, PMID 2555512; Dorr 1996, PMID 8637402; Wessells 2000, PMID 11018626). Mechanismus-Aussagen werden bewusst hedged formuliert — Studien berichten, beobachtet im Forschungssetting — und niemals als etablierte humane Pharmakologie.