GHK-Cu ist ein Kupfer-Liefersystem und ein breit wirkender transkriptioneller Modulator: in Konnektivitäts-Karten-Analysen werden Studien zufolge etwa 32 % der humanen Gene um ≥50 % moduliert, mit koordinierter Hochregulation von DNA-Reparatur-, Antioxidans- und Ubiquitin-Proteasom-Genmengen sowie Herunterregulation pro-inflammatorischer und metastasenassoziierter Programme. Es existiert kein einzelner kanonischer Rezeptor; die biologische Aktivität wird durch chelatierte Kupferbioverfügbarkeit und durch Genexpressions-Effekte bei nanomolaren Peptidkonzentrationen vermittelt.
Loren Pickart isolierte GHK 1973 aus humanem Plasmaalbumin als die aktive Fraktion, die alternden Hepatozyten erlaubte, Proteine wie junge Hepatozyten zu synthetisieren, und publizierte den Befund in Nature New Biology (Pickart & Thaler 1973, PMID 4349963), gefolgt von einem synthetischen-Tripeptid-Bestätigungsbericht in Biochem Biophys Res Commun (PMID 4356974) im selben Jahr. Spätere Arbeiten — durch die Pickart-Gruppe und mehrere unabhängige dermatologische, biochemische und biophysikalisch-chemische Teams — etablierten, dass GHK Cu(II) mit einer ausreichend hohen Stabilitätskonstante (log K ≈ 16) chelatiert, um die hochaffine Cu-Stelle des Albumins zu unterbieten, und einen quadratisch-planaren GHK·Cu²⁺-Komplex bildet, in dem Kupfer redox-stillgelegt ist. Die Pickart-Gruppe hat den endogenen Plasma-GHK-Abfall von ~200 ng/mL im Alter 20 auf ~80 ng/mL im Alter 60 als teilweise mechanistische Erklärung des altersbedingten Rückgangs der Geweberegenerationskapazität vorgeschlagen (Pickart et al. 2012, OMCL). Moderne transkriptomische Analysen unter Verwendung von Konnektivitäts-Karten-Daten berichten, dass GHK ≈32 % der humanen Gene (Schwelle ≥50 % Veränderung) signifikant moduliert (Pickart et al. 2014, BMRI). Editoriale Konvention: jeder mechanistische Befund hier benennt explizit, ob er mit freiem GHK (Kupfer aus Serum) oder mit dem vorgeformten GHK·Cu²⁺-Komplex demonstriert wurde, weil die Primärliteratur nicht immer sorgfältig trennt.