BPC-157 ist ein synthetisches Pentadecapeptid, dessen postulierte Aktivität auf Zytoprotektion und Angiogenese zentriert ist und mutmaßlich über die Stickstoffmonoxid- / VEGF- / endotheliale-NO-Synthase-Achse sowie mehrere Wachstumsfaktor- und Neurotransmittersysteme moduliert wird; ein spezifischer Rezeptor ist nicht identifiziert, und der molekulare Mechanismus ist NICHT etabliert.
Die Sikiric-Gruppe in Zagreb hat BPC-157 als "zytoprotektiven Mediator" beschrieben — ein Peptid mit ungewöhnlicher Stabilität in humanem Magensaft (>24 h in vitro), das in Nagetiermodellen prophylaktisch und therapeutisch gastrische, intestinale, hepatische, pankreatische, kardiovaskuläre und zentralnervöse Gewebe gegen ein breites Spektrum schädigender Reize schützt (Sikiric 2020; 2024). Der reproduzierbarste mechanistische Befund ist eine angiogene/vasokulogene Aktivität: mehrere Gruppen, einschließlich der unabhängigen Replikation von Chang et al. 2011 in J Appl Physiol, berichten verstärktes Auswachsen und Migration von Fibroblasten, beschleunigte Re-Endothelialisierung und die Rekrutierung von Bypass-Gefäßen um okkludierte Vaskulatur in Ratten. Allerdings ist KEIN spezifischer Zelloberflächenrezeptor für BPC-157 formal identifiziert, kloniert oder pharmakologisch charakterisiert worden — die oben genannten molekularen Targets sind aus nachgeschalteten Signal-Auslesungen (eNOS-Phosphorylierung, VEGFR2-Aktivierung, FAK–Paxillin) abgeleitet, nicht aus direkten Bindungsstudien. Die narrative Übersichtsarbeit von McGuire et al. 2025 (Curr Rev Musculoskelet Med) fasst das Feld als "robuste präklinische regenerative und zytoprotektive Effekte" zusammen und schließt explizit: "bis adäquat gepowerte kontrollierte Studien durchgeführt sind, sollte BPC-157 als investigationell gelten." Die hier beschriebenen Mechanismen werden bewusst hedged formuliert — Studien berichten, vorgeschlagene Pfade, abgeleitet aus präklinischen Daten — niemals als etablierte humane Pharmakologie.